Angeschnittene Kurkuma Knolle, vor der Knolle liegt Kurkumapulver und drei Scheiben der Knolle

Kurkuma wird in der heutigen Zeit den meisten Menschen ein Begriff sein. Denn schließlich ist es fester Bestandteil in vielen Gerichten der indischen und chinesischen Küche. Denn genau dort wird seit Jahrtausenden Gebrauch von der Knolle gemacht.
Aber nicht nur zum Genuss ist das unter anderem auch „indischer Safran“ genannte Gewürz geeignet. Es kann ebenso als Heilmittel und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt werden.

Kurkuma hat sich explizit in den letzten Jahren bei uns beliebt gemacht. Vorher war das Gewürz unbekannt. In Indien allerdings, schwört man bereits seit langen auf ihre gesundheitsfördernden bis heilenden Wirkungen auf unseren Körper.

Bis vor ein paar Jahren wurden diese Aussagen noch als halbwahre Annahmen von Anhängern alternativer Medizin abgetan. Heute weiß man es besser. Eine große Anzahl an Studien beweisen die heilenden Wirkungen von Kurkuma. Die wichtigste Rolle dabei spielt ihr Hauptbestandteil Kurkumin.

Was genau ist Kurkuma?

Kurkuma ist eine Knolle die zu den Ingwergewächsen gehört. In der indischen Medizin wird Kurkuma seit bereits 5000 Jahren eingesetzt und in der Medizingeschichte Chinas spielt sie schon seit Langem eine wichtige Rolle. Das verleiht ihr auch den Titel, einer der ältesten Heilpflanzen der Welt und Geschichte zu sein.
In Europa war Kurkuma früher nur als Gewürz bekannt. Erst seit circa 50 Jahren erforscht man seine heilenden Eigenschaften.
Typisch für Kurkuma ist ihre gelbe Farbe, die sie unter anderen dem enthaltenden Kurkumin zu verdanken hat. Viele werden diese gelbe Farbe vom Schneiden der Knolle kennen – denn diese Farbe ist lästig und nur schwer von den Fingern zu entfernen. Aber Vorsicht, dieses Kurkumin ist ein wahres Wundermittel.

Die kleine Knolle als Heilmittel

Kurz gefasst kann Kurkuma unser Immunsystem stärken und unser Wohlbefinden deutlich steigern. In manchen Fällen kann die Knolle Tabletten ersetzten. Selbst gegen eine Menge Krankheiten kann Kurkuma gezielt eingesetzt werden.

Daher wird Kurkuma beispielsweise bei Darmerkrankungen aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkungen auf unseren Körper eingesetzt. Auch bei bakteriell bedingten Atemwegserkrankungen kann Kurkuma eine große Abhilfe schaffen.

Wer unter Arthritis oder anderen Entzündungen leidet, kann ebenfalls Gebrauch von Kurkuma machen. Eine Reihe von Betroffenen berichtet von einer deutlichen Schmerzlinderung nach der Einnahme.

Diese Eigenschaften sind deshalb auch der Grund, weshalb Kurkuma unser Immunsystem stärken und aufbauen kann. Ihre antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung stärkt und schützt unseren Körper vor vielen Krankheiten.

Auch bei einem Tumor, Demenz oder Alzheimer kann sich Kurkuma positiv auswirken. Sie stärkt die gesunden Zellen, schwächt aber gezielt die kranken Zellen.

Die antioxidativen Fähigkeiten der Wunderknolle kommen zudem unserem Aussehen zugute. Sie sorgen für eine straffere Haut und gesündere Nägel sowie Haare. Man könnte Kurkuma mit einem Anti-Aging-Produkt vergleichen.

Auch zur Gewichtsreduktion kann das Gewürz eingesetzt werden. Kurkuma kurbelt unseren Stoffwechsel an und reguliert unseren Blutzucker- und Cholesterinspiegel und unterstützt uns somit bei einer gesunden Abnahme.

Die Anwendung von Kurkuma

Kurkuma gibt es in unzähligen Formen zu kaufen. Egal ob als Pulver, Kapsel Tee oder frisch als Wurzel. Alles ist möglich. Die natürlichste Variante ist es, auf eine frische Knolle zurückzugreifen und diese einfach in die alltäglichen Mahlzeiten zu integrieren. Aber hier nur ein paar Alternativen, wie Kurkuma weiterhin genutzt werden kann:

  • einen frisch aufgebrühten Kurkumatee trinken
  • Kurkuma-Wasser, indem lauwarmen Wasser etwas Kurkumapulver zugeführt wird. Da Kurkuma fettlöslich ist, empfehlen wir einige Tropfen Speiseöl hinzuzugeben und das Wasser mit Zitronensaft oder einem Löffel Honig zu süßen.
  • Kurkuma in Salatdressing verwenden. Aufgrund des Ölanteils löst sich der Wirkstoff Kurkumin sehr gut.
  • Die sogenannte Goldene Milch ist die wohl bekannteste Anwendung von Kurkuma. In Kombination mit Ingwer, Pfeffer, Vanille und Zimt ergibt sich in Mandelmilch ein herrlich orientalisches Geschmackserlebnis.
  • Ein besonderes Rezept stellt zudem Kurkumahonig dar.

Da es sich natürlich für den Großteil der Menschen schwierig gestaltet, täglich etwas mit Kurkuma zu kochen, empfiehlt es sich auch besonders für jene, die den Geschmack von Kurkuma nicht mögen, Gebrauch von Kapseln zu machen oder Kurkuma in Honig beim Frühstück zu sich zu nehmen.

Kurkuma in Honig, eine andere Alternative

Es ist überall bekannt, dass Honig auch eine sehr gesundheitsförderliche Wirkung besitzt. Dennoch wird Honig bisher eher seltener in der Medizin angewandt – nämlich nur zur Wundversorgung. Der hohe Zuckergehalt des Honigs sorgt dafür, dass Honig desinfizierend wirkt. Aber dennoch kennt jedermann die alten Hausrezepte, wie Honig bei Husten oder Halsschmerzen. Ein Löffel Honig in Tee gelöst, erzeugt sofort beim Trinken eine wohlige Wärme und die Beschwerden gehen direkt zurück. Eine Kombination von Honig und Kurkuma ist daher eine naheliegende Kombination: die antibiotischen Eigenschaften von Kurkumin und die Darreichungsform des Honigs.

Das Topping dieser Kombination ist auch die geschmackliche Verbindung. Bekannter Honiggeschmack der Frühtracht kombiniert mit der ayurvedischen Küche.

Fazit

Abschließend kann also gesagt werden, dass zahlreiche heilende Eigenschaften von Kurkuma nachgewiesen sind. Es kann also nicht schaden, wenigstens ab und zu Kurkuma in seine Mahlzeiten einzubinden. Wer generell nicht an die alternative Medizin glaubt, der solle das Ganze einmal ausprobieren und sich sein eigenes Bild von den Fähigkeiten des Kurkumas machen.

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